Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter


Bei der 1. Sitzung des neuen Stadtrats am 07.Mai 2020 ging es unter anderem um die Wahl der Bürgermeisterstellvertreter. Die SPD-Fraktion schloss sich dem Vorschalg des Bürgermeisters an und unterstütze den bisherigen Bürgermeister - Stellvertreter Michael Mühlbauer von den Freien Wählern.

Dem Wunsch des Bürgermeisters wiederum Franz Former von der CWG zum 3.Bürgermeister zu wählen, setzten wir als Gegenkandidatin unser Fraktionsmitglied Silke Schell entgegen. Fraktionssprecher begründete seinen Gegenvorschlag wie folgt:

Die Fraktion der SPD schlägt als Kandidatin für das Amt der 3. Bürgermeisterin Stadträtin Silke Schell vor.image010 klein

Unsere Gegenkandidatur stellt keine Missachtung der Leistungen des bisherigen 3.Bürgermeisters dar, sondern vielmehr einen durchaus objektiv zu begründenden demokratischen Akt:

  • Dass mit Franz Former nun wieder ein Mann als Vertreter des Umlands 3.Bürgermeister werden soll, können wir nicht nachvollziehen.
    Unsere Kandidatin kommt nach Definition der CWG ebenfalls aus dem Umland, denn sie ist quasi Nachbarin des CWG-Stadtrats Martin Schneider in Grabitz. Und nebenbei kommt auch schon der 1.Bürgermeister aus dem Umland.
  • In diesem Stadtrat ist das weibliche Geschlecht gerade mal mit 3 Stadträtinnen vertreten. Es sollten nach dem Bevölkerungsanteil eigentlich 10 sein. Eine Ursache für dieses Missverhältnisses ist sicher, dass Frauen schon auf den Bewerberlisten unterrepräsentiert waren. Nur auf den Listen der SPD und der Grünen waren die Geschlechter paritätisch. In der Folge auch die erreichten Stadtratssitze.
    Die Freien Wähler vergaben nur drei ihrer Listenplätze an Frauen, wobei die erste Frau erst auf Platz 7 auftauchte.
    Die CSU hatte nur 4 Kandidatinnen auf ihrer Liste, wobei als Bestplatzierte auf Platz 6, unsere geschätzte Kollegin Andrea Pohmer in den Stadtrat nach vorne gewählt wurde. Die SPD hätte die CSU-Stadträtin als Kandidatin für den Stellvertreterposten unterstützt und drei Bürgermeister aus der CSU in Kauf genommen. Leider steht sie nun nicht zur Verfügung, was ich nicht weiter kommentieren möchte.
    So schicken wir nun unsere Stadträtin und Sozialreferentin Silke Schell ins Rennen.
    Dabei ist Silke Schell für uns keine zweite Wahl. Sie hat sich in ihrer relativ kurzen Zeit als Stadträtin, aber auch schon zuvor, große Anerkennung und Wertschätzung in der Bevölkerung verdient. Durch ihr soziales Engagement, ihre Empathie, ihren respektvollen Umgang mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, aber auch durch ihre berufliche Qualifikation ist sie für die Aufgaben einer 3.Bürgermeisterin hervorragend geeignet.
    Ich weiß, dass eigentlich „das Fell des Bären schon verteilt ist“, wie es unsere ehemalige Kollegin Wera Müller formulierte. Dass der Wählerwille nicht immer in der Wahl der Bürgermeisterstellvertreter seinen Niederschlag findet, hat sich zuletzt vor 6 Jahren an dieser Stelle gezeigt.
  • Liebe Kolleginnen und Kollegen, es würde uns sehr gut zu Gesicht stehen, wenn wir auch eine Bürgermeisterin hätten. Im Landkreis gibt es neben unserem Bürgermeister gleich zwei Stellvertreterinnen des Landrats. In München sind 2 Frauen Bürgermeisterstellvertreterinnen.
    Silke Schell würde als Bürgermeisterin in Furth 50% der gesamten Bevölkerung vertreten und dazu das Umland, wenn man davon ausgeht, dass mit dem Besitz des SPD-Parteibuchs nicht ein Vertretungsanspruch erlischt.

Ich bitte die Kolleginnen und Kollegen sich diesen Argumenten nicht zu verschließen und um die Stimme für Silke Schell.

Leider konnte sich unsere Kandidatin nicht durchsetzen, erreichte aber ein sehr respektables Ergebnis. Mit 14:6 Simmen, bei einer Enthaltung, wurde wiederum Franz Former gewählt.


 
 
 


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